Alles, was du dir vorstellen kannst, ist real

Ausstellung: Guernica

Datum: 27. März – 29. Juli 2018

Veranstaltungsort: Stiftung Canal de Isabel II, Madrid. Musée national Picasso | Paris, Frankreich

Brot und Obstteller auf einem Tisch Öl auf Leinwand, 163.7 x 132.1 cm Kunstmuseum Basel, Basel

Obwohl Picasso von Kindheit an das Leben eines Malers führte, wie er selbst es nannte, und obwohl er sich im Laufe von achtzig Jahren ununterbrochen in den Bildenden Künsten ausdrückte, unterscheidet er sich dem Wesen seines schöpferischen Genies nach von dem, was man gewöhnlich unter einem Künstler-Maler versteht. Es wäre vielleicht am richtigsten, ihn als Maler-Dichter zu betrachten, weil die lyrische Stimmung, das von der Alltäglichkeit befreite Bewusstsein und die Gabe der metaphorischen Verwandlung der Realität seinem plastischen Sehen durchaus nicht weniger eigen sind als dem bildhaften Denken des Dichters.

Der alte Jude, 1903 Öl auf Leinwand, 125 x 92 cm. Pushkin Museum, Moscow

Picasso, nach dem Zeugnis von Pierre Daix, „empfand sich selbst als Poeten, der dazu neigte, sich in Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen zu äußern“. Empfand er sich immer so? Hier ist eine Präzisierung nötig. Ganz bestimmt in den dreißiger Jahren, als er sich dem Verfassen von Versen zuwandte und dann in den vierziger und fünfziger Jahren sogar Bühnenstücke schrieb. Es besteht kein Zweifel, dass Picasso immer, von Anfang an, „Maler unter Dichtern, Dichter unter Malern war“.

La Coiffure, 1906 Öl auf Leinwand, 174.9 x 99.7 cm. The Metropolitan Museum of Art, New York

Picasso empfand einen starken Hang zur Poesie und war so auch selbst für die Dichter anziehend. Guillaume Apollinaire war bei ihrer Bekanntschaft erstaunt, wie genau der junge Spanier die Qualität rezitierter Gedichte „über die lexikalische Barriere“ hinaus erfühlte. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass die Nähe zu Dichtern wie Max Jacob, Guillaume Apollinaire, André Salmon, Jean Cocteau, Paul Éluard ihre Spuren in jeder wesentlichen Periode seines Schaffens hinterließ, und das Schaffen Picassos selbst stellte sich wiederum als eine einflussreiche Kraft in der französischen und nicht nur der französischen Dichtung des 20. Jahrhunderts dar.

LES DEMOISELLES DÊAVIGNON, 1907 Öl auf Leinwand, 243.9 x 233.7 cm The Museum of Modern Art, New York

Die Kunst Picassos, die visuell so unverkennbar und manchmal verwirrend dunkel und rätselhaft ist, auch als dichterische Schöpfung zu begreifen, dazu fordert die Einstellung des Künstlers selbst auf. Er sagte: „Diese Künste sind schließlich dasselbe; du kannst ein Bild mit Worten genauso schreiben, wie du deine Empfindungen im Gedicht malen kannst.“ Er hatte sogar solch einen Gedanken: „Wäre ich als Chinese zur Welt gekommen, so wäre ich nicht Maler, sondern Schriftsteller geworden. Ich hätte meine Bilder in Worten gemalt.“

ZWEI FRAUEN, DIE AM STRAND LAUFEN, 1922 Gouache auf Sperrholz, 32,5 x 41,1 cm Musée Picasso Paris, Paris

Picasso aber kam als Spanier zur Welt und begann, wie man sagt, früher zu malen als zu sprechen. Bereits als kleines Kind empfand er einen unbewussten Trieb zu den Utensilien der Maler. Stundenlang konnte er in glücklicher Versunkenheit auf dem Papier nur ihm verständliche, aber ganz und gar nicht sinnlose Spirallinien ausführen, oder er zeichnete, fern von den spielenden Gleichaltrigen, seine ersten Bilder in den Sand. Eine so frühe Bekundung ließ eine erstaunliche Gabe vorausahnen.

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Als deutsche Soldaten in mein Atelier kamen und mir meine Bilder von Guernica ansahen, fragten sie: ‘Hast du das gemacht?’. Und ich würde sagen: ‘Nein, hast du’.

Ausstellung: Guernica

Datum: vom 27. März bis 29. Juli 2018

Museum: Musée national Picasso | Paris, France

Als deutsche Soldaten in mein Atelier kamen und mir meine Fotos von Guernica ansahen, fragten sie: “Hast du das gemacht?”. Und ich würde sagen: “Nein, hast du.” – Pablo Picasso

GUERNICA, 1937. Öl auf Leinwand, 349,3 x 776,6 cm
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía , Madrid

Das blutige historische Ereignis, das Picasso bewegte, dieses Meisterwerk innerhalb eines Monats zu schaffen, fand kurz vor der Pariser Weltausstellung 1937 statt, wo es erstmals gezeigt wurde, nachdem es von der Regierung der Spanischen Republik in Auftrag gegeben worden war. Die Bilder und Empfindungen der dreistündigen Bombardierung und Zerstörung der baskischen Stadt Guernica durch Flugzeuge der Nationalsozialisten waren noch frisch im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Diese brutale, monochrome Arbeit war sowohl als reaktives politisches Statement als auch als Kunstwerk stark umstritten. Die Verwendung von Schwarzweiß-Tönen wurde durch Kriegsfotografien wie die von Robert Capa inspiriert. Trotz der Symbolik, die den verschiedenen Elementen seit der Entstehung des Gemäldes gegeben wurde, verhielt sich Picasso sehr geheimnisvoll in Bezug auf die Bedeutung von Guernicas verborgenen Themen und Bildern.

GUERNICA, ZUSTAND 1, 1937. Fotografien von Dora Maar
GUERNICA, ZUSTAND 3, 1937. Fotografien von Dora Maar. Photograph by Dora Maar

Es besteht nur äußerst selten die Möglichkeit, ein Meisterwerk in seinen Herstellungsphasen zu sehen. Dora Maar, Picassos Geliebte zu jener Zeit, dokumentierte das hektische Treiben Picassos im Verlauf des einen Monats, den er damit verbrachte, Guernica zu malen. Die Fotografien dieser beiden Zustände zeigen, dass Picasso einige Teilstücke im Bild während des Schaffensprozesses erst noch erfand. So ist im Zustand 1 noch eine geballte Faust an jener Stelle zu sehen, die später durch einen Pferdekopf ersetzt werden wird. Auch als Picasso begann, Farbe auf die Leinwand aufzutragen (Zustand 3), sind noch Elemente zu erkennen, die in der fertigen Version geändert wurden.

STIERKOPF (STUDIE FÜR ,GUERNICA’), 1937.
Grafit und Gouache auf Pausleinwand, 23 x 29 cm.
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía , Madrid

Eine der bekanntesten Figuren in Guernica – und in Picassos Gesamtwerk – ist der Stier. Viele Autoren verstehen diesen als Symbol von Spanien, obwohl Picasso auch bemerkte, dass in Guernica der Stier die Brutalität des Faschismus versinnbildlichte.

MUTTER UND TOTES KIND (IV) (STUDIE FÜR ,GUERNICA’), 1937.
Grafit, Gouache, Collage und Buntstift auf Pausleinwand, 23,1 x 29,2 cm.
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía , Madrid

Obwohl die reduzierte Farbpalette eines der markantesten und aussagekräftigsten Elemente Guernicas ist, erreichte Picasso auch in vielen seiner farbigen Studien höchste Dramatik. Dies ist der Fall in diesem Bild Mutter und totes Kind, wo Picasso sogar echtes Haar an die Frauenfigur fügte. Die enge Komposition und die unruhigen, harten Linien definieren die dramatische Unmittelbarkeit.

KOPF EINER WEINENDEN FRAU (III), (STUDIE FÜR ,GUERNICA’), 1937.
Grafit, Gouache und Buntstift auf Pausleinwand, 23,2 x 29,3 cm.
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía , Madrid

Von all den ikonischen Bildern, aus denen sich Guernica zusammensetzt, ist das dramatischste vielleicht die Frau, die in Not schreit, während sie ihr totes Kind in den Armen hält. Picasso fertigte viele Zeichnungen und Gemälde, auf denen weinende Frauen wie diese dargestellt sind, an. Obwohl sich diese Studie des schreienden Kopfes von der auf dem finalen Gemälde unterscheidet, erlaubt sie einen Einblick in die vielseitigen Möglichkeiten, die Picasso in Betracht zog, bevor er seine endgültige Arbeit malte. Auch zeugt es von Picassos ursprünglicher Absicht, Farbe im Gemälde zu verwenden.

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When German soldiers used to come to my studio and look at my pictures of Guernica, they’d ask ‘Did you do this?’. And I’d say, ‘No, you did.’

Exhibition: Guernica

Date: March 27 – July 29, 2018

Venue: Musée national Picasso | Paris, France

When German soldiers used to come to my studio and look at my pictures of Guernica, they’d ask ‘Did you do this?’. And I’d say, ‘No, you did.’ – Pablo Picaaso

GUERNICA, 1937. Oil on canvas, 349.3 x 776.6 cm
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid

The bloody historical event that moved Picasso to create this masterpiece in one month took place shortly before its first exhibition at the 1937 World Exposition in Paris, where it was shown after it was commissioned by the government of the Spanish Republic. The images and feelings of the three-hour bombing and destruction of the Basque town of Guernica by Nazi planes were still fresh in the public consciousness. The brutally stark, monochrome work was controversial both as a reactive political statement and as art. The black and white must have been inspired by photographs taken of the war, such as those of Robert Capa. Despite the symbolism given to the different elements since the very creation of the painting, Picasso remained very secretive on the meanings of Guernica’s hidden themes and images.

Guernica state 1, 1937. Photograph by Dora Maar
Guernica state 3, 1937. Photograph by Dora Maar

Rarely do we get the chance to see a masterpiece in the making. Dora Maar, Picasso’s lover at the time, documented the frantic activity of Picasso during the month he spent working on what was to become Guernica. The photographs of these two states demonstrate that Picasso invented some of the painting as he went along. Note, in state 1, how a clenched fist takes up the space that would later be occupied by the head of the horse. Even when Picasso began applying paint to the canvas, we see elements that would be modified in the finished version.

Bull’s head. Study for ‘Guernica’, 1937. Graphite and gouache on tracing cloth, 23 x 29 cm. Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid

One of the most recognisable figures in Guernica – and in Picasso’s whole oeuvre – is the bull. Many writers understand this to be a symbol of Spain, although Picasso is als noted to have said that in Guernica, it assumed the role of the brutality of fascism.

Mother and Dead Child (IV), 1937. Graphite, gouache, collage, and colour stick on tracing cloth, 23.1 x 29.2 cm. Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía , Madrid

Although one of Guernica’s most distinctive and powerful elements is its reduced chromatic scale, Picasso achieves great dramatism in many of his coloured studies. Such is the case with this Mother and Dead Child, where Picasso even added real hair to the figure of the woman. The tight composition and the nervous, hard lines define its dramatic immediacy.

Head of a Weeping Woman (Study for ‘Guernica’), 1937.
Graphite, gouache, and colour stick on tracing cloth, 23.2 x 29.3 cm
Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía , Madrid

Of all the iconic images that make up Guernica, perhaps the most dramatic is the woman who screams in distress whilst holding her dead child in her arms. Picasso made many drawings and paintings depicting weeping women such as these. Although the present study of this screaming head is not like the one on the final painting, it gives us an insight into the many different possibilities that Picasso considered before making the final work. It also speaks of the artist’s original intentions of including colour in the painting.

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